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Netzwerk Lehramtsstudierende mit Zuwanderungsgeschichte

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In Deutschland hatten im Jahre 2014 16,4 Millionen Menschen (20,3 % der Gesamtbevölkerung) einen sogenannten Migrationshintergrund. Schätzungen zu Folge ist etwa einem Viertel der 11 Millionen Schülerinnen und Schülern im Jahre 2014/15 ein solcher Hintergrund zuzuschreiben und ungefähr 900.000 besitzen eine andere Staatsangehörigkeit als die deutsche (vgl. Statistisches Bundesamt; Neumann/Schneider 2011). Im Vergleich zu diesen demographischen Entwicklungen ist die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrern mit einem migrationsbedingt mehrsprachigen Hintergrund in den deutschen Schulen und Klassenzimmern verhältnismäßig sehr gering (vgl. Georgi et al. 2011; Neumann/Schneider 2010; Ekinci/Güneşli 2016).

Nicht selten aber verfügen Familien mit Migrationshintergrund über weniger Bildungs-, Berufs- und Einkommensressourcen. U.a. deshalb gehört die Integration von Kindern und Jugendlichen mit einem sogenannten Migrationshintergrund in das deutsche Bildungssystem und die Erhöhung ihrer Bildungschancen zu den großen Herausforderungen der aktuellen bildungspolitischen Debatte in Deutschland. Lehrerinnen und Lehrer mit mehrkulturellen Erfahrungen und einem mehrkulturellen Wissen können bei der Begegnung dieser Herausforderung einen entscheidenden Beitrag leisten.

Aufgrund dieser Tatsache zielt das Netzwerk Lehramtsstudierende mit Zuwanderungsgeschichte (LSmZ) zunächst auf die Förderung und Begleitung der Gruppe der Lehramtsstudierenden mit Migrationshintergrund. Das LSmZ beabsichtigt also Bildungsgerechtigkeit auch im tertiären Bildungsbereich zu ermöglichen. Schließlich sind Studierende mit Migrationshintergrund nicht nur seltener an Hochschulen anzutreffen, sie fallen auch durch eine höhere Studienabbruchquote auf (vgl. BAMF 2011).

Ferner möchte das Netzwerk alle Studierende, die auf Lehramt studieren für das Potenzial mehrkultureller und bilingualer Erziehungs- und Bildungserfahrungen sensibilisieren. Immerhin geht es weniger darum, Lehrerinnen und Lehrer ohne Migrationshintergrund zu ersetzen, als vielmehr um die Vermittlung interkultureller Kompetenzen für die Zeit als Lehrer oder Lehrerin. Das Netzwerk setzt sich dafür ein, dass Diversität als Chance begriffen und Heterogenität akzeptiert wird.

 

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Seit dem Wintersemester 2016/17 wird das LSmZ durch das Programm Ment4you ergänzt. Dieses Mentoringprogramm ist von Studierenden für Studierende und verfolgt in erster Linie das Ziel, den Anteil von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte in Schulen zu erhöhen und die Lehrerzimmer damit bunter zu machen und sich so der Realität in den Klassenzimmern anzunähern. Durch das Mentor*innenprogramm soll die Studienabbruchquote bei Studierenden mit Zuwanderungsgeschichte reduziert werden. Wir Mentoren wollen euch als Prozessbegleiter helfen euren Platz an der Uni zu finden, indem wir informieren, beraten und unterstützen.

Durch  Qualifizierungen und Workshops mit den verschiedenen Ment4You-Standorten, entsteht ein interuniversitärer Austausch, der die Arbeit an der eigenen Universität ideell  unterstützt.  Es werden unter anderem Ideen für zukünftige Veranstaltungen gesammelt, Konzepte entwickelt und Themenfelder wie Diversität behandelt.

Am 18.07.2017 wurde auf der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) der TU Dortmund dafür abgestimmt, dass das Netzwerk LSmZ ab jetzt als Hochschulgruppe an der TU Dortmund  fungiert. Das Netzwerk ist auch auf der Homepage des  AStA als studentische Arbeitsgemeinschaft der Studierendenschaft aufgeführt.  Die Seite kann hier abgerufen werden. Das  Netzwerk-Team freut sich über diesen Beschluss und hofft auf ein langes Bestehen dieser Arbeitsgemeinschaft.

 

 

 

 

Grafik Wörter StartseiteUnsere Leitziele

  • Aufbau eines akademischen und sozialen Studierendennetzwerks mit interkulturellen Veranstaltungen
  • Austausch über (inter-)kulturelles Wissen und (herkunfts-)kulturspezifischer Erfahrungen
  • Forderung und Förderung von Bildungsgerechtigkeit auf allen Ebenen von Schule und Hochschule
  • Sensibilisierung für das Potenzial der Diversität und Akzeptanz von Heterogenität



Nebeninhalt

Kontakt:

  • Ceyda Basar (Lehramt HRGe, Englisch und Textilgestaltung)
  • Stefanie Enck (Lehramt GyGe, Chemie und Philosophie)
  • Dana Renner (Lehramt SP, Deutsch und Mathematik)
  • Dilber Sisman (Lehramt HRGe, Deutsch und Mathematik)

Weiterhin sind wir auf Facebook und Moodle zu finden:

Moodle

Präsentation des Netzwerks

Hier findet ihr eine Präsentation zum Netzwerk.